Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 29€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Goldhamster

 

Herkunft

Ursprünglich stammt der Goldhamster aus Nord-Syrien und ist in der fruchtbaren aleppinischen Hochebene beheimatet. Dort lebt er in selbst gegrabenen Bauten von bis zu 2,5 m Tiefe, die mit mehreren Ausgängen, Schlafnestern und Vorratskammern versehen sind. Hier verbringt er den ganzen Tag mit Schlafen bis die Dämmerung hereinbricht. Dann begibt er sich auf Nahrungssuche, um im Schutz der Dunkelheit teilweise kilometerlange Strecken zurückzulegen.

Eigenschaften

Während der wärmeren Jahreszeit legen sich die Tiere in ihren Bauten größere Futtervorräte an, um in den Wachzeiten ihres Winterschlafes ausreichend mit Nahrung versorgt zu sein. Die natürliche Fortpflanzungszeit der Tiere ist zwischen April und August. Mit einer recht geringen Trächtigkeitszeit von gerade einmal 15 - 18 Tagen können so in einem Jahr mehrere Würfe zur Welt kommen. Aus der ursprünglichen Fellfärbung in Gold mit weißem Bauch und dunklen Wangenstreifen haben sich unterschiedliche Zuchtformen entwickelt, wie z.B. normal kurzhaarige Tiere, Langhaar- bzw. Angorahamster (Teddy) oder auch der Satinhamster, der seinen Namen durch das seidig glänzende Fell erhalten hat.
Goldhamster sind Einzelgänger und reagieren meist sehr aggressiv auf die Anwesenheit von Artgenossen. Dabei sind vor allem die Weibchen besonders angriffslustig und zeigen auch dem Halter durch heftiges beißen, wann sie nicht gestört werden wollen. Das ist vor allem tagsüber während ihrer Schlafzeit der Fall. Dies kann bei zu häufigem Stören dazu führen, dass sich der Hamster auch in seinen aktiven Phasen nicht mehr anfassen lässt und bissig reagiert. Dadurch kommt es gerade bei Kindern schnell zu Frustration und Interesseverlust am zunächst lieb gewonnenen Haustier. Hamster eignen sich von daher nur bedingt als Heimtier für Kinder und sollten in ihren Ruhephasen auf keinen Fall gestört werden.
Bei richtiger Haltung und genügend Ruhezeiten werden Hamster aber sehr zahm und zutraulich. Beim Greifen mit der Hand sollte darauf geachtet werden, nicht zu schnelle und von oben herab kommende Bewegungen zu machen. Das kann bei den Tieren unnötige Schreck- und Angstsituationen auslösen, denn ihre natürlichen Feinde, wie z.B. Greifvögel und Eulen, fallen sie ebenso von oben her an.

Artgerechte Haltung

Die Einzelhaltung der Tiere ist sehr wichtig und sollte unbedingt eingehalten werden. Versuche der Vergesellschaftung mehrerer Tiere bedeuten nur Stress für die Hamster und führen zu heftigen Revierkämpfen und Angriffen, die auch tödlich enden können. Die Mindestgröße der Behausung sollte 100 x 50 x 50 cm (B x T x H) nicht unterschreiten, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Der Standort des Nagerheims sollte an einer ruhigen Stelle sein, möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung und am besten nicht in Schlafzimmer, da die kleinen Nager nachtaktiv sind. In ihrer wachen Phase sind Hamster sehr aktiv und graben gerne. Deshalb ist eine hohe Einstreutiefe von mindestens 30 cm sehr wichtig für die Goldhamster. Zubehör wie z. B. Futternäpfe, Häuschen, das Laufrad sowie Klettermöglichkeiten für die kleinen Nagetiere sollte aus natürlichen Materialien wie Holz und Kork hergestellt sein, damit beim Anknabbern nichts passieren kann. Da der Goldhamster kein guter Kletterer ist, sollten die erhöhten Ebenen über flache, absturzsichere Rampen erreichbar sein. Der immense Bewegungsdrang der Tiere kann auch mit recht großen Unterkünften nur schwer gedeckt werden, empfiehlt es sich ein sicheres, an der Lauffläche geschlossenes, Laufrad mit einem Durchmesser von mindestens 25 cm.

Artgerechte Ernährung

Die ursprünglichen Wüstenbewohner ernähren sich sehr vielseitig von verschiedenen Kräutern, Früchten, Getreide, Samen, frischem Gemüse, aber auch Insekten. Das Nahrungsangebot sollte insgesamt fettarm, ballaststoff- und abwechslungsreich sein. Eine Mengenangabe des Futters ist nur schwer vorzunehmen, doch sollte als kleiner Anhaltspunkt von der Futtermenge am nächsten Tag stets noch ein klein wenig übrig sein. Wichtig bei der Futterwahl ist, dass nicht zu viele Nüsse enthalten sind, da diese besonders viel Fett enthalten. Hamster sind zudem keine reinen Pflanzenfresser und nehmen ab und zu gerne auch ein paar Insekten, frisches Rinderhackfleisch oder auch fettarmen Joghurt, Hüttenkäse oder Magerquark an, um ihren Bedarf an tierischem Eiweiß zu decken. Täglich frisch angeboten werden sollte Grün- und Saftfutter wie Gemüse, Wildkräuter, Keimlinge sowie frische Zweige und Blüten von Obstbäumen. Diese Futtermittel dienen dem Goldhamster vor allem zur Versorgung mit Vitaminen und Flüssigkeit. Von blähenden Futtersorten wie Lauch, Zwiebeln und Kohl ist dringend abzuraten, da die Tiere an den Blähungen sterben können.

Entscheidung zum Kauf von Goldhamster

Die Lebenserwartung des Goldhamsters liegt in der Regel zwischen 3 und 4 Jahren, wobei er in artgerechter Heimtierhaltung mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Platz, wenig Stresssituationen und tierärztlicher Versorgung eine deutlich höhere Lebenserwartung erzielen kann. Vor dem Kauf eines Goldhamsters sollte man daran denken, dass auch der kleine Nager mit Arbeit und Kosten verbunden ist. Ist das einem bewusst, steht einem schönen Leben mit den Kleinen nichts im Wege

Wissenschaftlicher Name:
Mesocricetus aureatus
Ordnung:
Nagetiere
Familie:
Mäuseverwandte
Herkunft:
Wüste Syriens bei Aleppo aus Asien, auf dem Seeweg nach Europa und Nordamerika
Größe:
ca. 15 - 18 cm Länge
Alter:
3 - 4 Jahre
Futter:
Getreide, Gemüse, Sämereien, Kräuter, Joghurt, Äste zum Knabbern, Lottis Freunde
Besonderheiten:
Schläft tagsüber und ist nachtaktiv kann bei zu häufiger Schlafstörung bissig werden
Weitere Artikel
Steckbrief Zwergwidder

Steckbrief Zwergwidder

Kaninchen ist nicht gleich Kaninchen, und so kann es neben dem Aussehen andere Gründe geben, sich für eine bestimmte Rasse zu entscheiden. Im Folgenden soll es besonders um Zwergwidder gehen, die Kleinen mit den Schlappohren. weiterlesen »
Steckbrief Degu

Steckbrief Degu

Degus besitzen in ihrer Heimat eine ähnliche ökologische Nische wie unser Wildkaninchen. Sie errichten unterirdische Höhlen und Gangsysteme im Schutz von Sträuchern, Hecken oder Felsen. weiterlesen »
Steckbrief Maus

Steckbrief Maus

Ob als Vorratsschädling, Versuchstier, heiliges Tier, Heimtier oder freche Comicfigur - von jeher hat die Maus die unterschiedlichsten Bedeutungen im Leben der Menschen. Zahlreiche Legenden ranken sich um die flinken Akrobaten. weiterlesen »
Steckbrief Sinai Stachelmaus

Steckbrief Sinai Stachelmaus

Die Sinai Stachelmäuse haben ihren Namen von der Haarbildung ihres Felles, weil vor allem vom mittleren Rücken ab die Haare hart und stachelartig spitz sind. Bei flüchtigem Hinsehen kann man den Eindruck haben, als ob das Fell verklebt ist. Die Jungen sind bei der Geburt bereits völlig entwickelt. weiterlesen »
Steckbrief Chinchilla

Steckbrief Chinchilla

Die unverkennbaren Merkmale von Chinchillas sind der runde, aber extrem sportlicher Körper, samtweiches Fell, große dunkle Augen und überdimensionale Ohren. Die kleinen Nager kommen aus den südamerikanischen Gebrigsketten der Anden und Kordillen. weiterlesen »
Steckbrief Dsungarische Zwerghamster

Steckbrief Dsungarische Zwerghamster

Der Dsungarische Zwerghamster lebt ursprünglich in halbwüstenartigen Gebieten Asiens in bis zu zwei Meter tiefen Gängen. Seine kleine Höhle ist wie eine Wohnung eingeteilt - mit Essbereich, Futterdepot und einer Toilettenecke. weiterlesen »
Steckbrief Persische Rennmaus

Steckbrief Persische Rennmaus

Die Heimat der Persischen Rennmaus erstreckt sich vom Iran, Irak, der Türkei, Afghanistan bis hin zu Pakistan. In ihrer Heimat bevölkern sie in großen Familienverbänden Steppen sowie Halbwüsten und bevorzugen felsige Gegenden mit bis zu 3.000 Metern Höhe. weiterlesen »
Steckbrief Roborowski Zwerghamster

Steckbrief Roborowski Zwerghamster

In den Abendstunden wird der Roborowski Zwerghamster zum putzmunteren Akrobaten und bietet seinem Halter ein überaus amüsantes Schauspiel. Der Kleine ist eben kein typisches Streicheltier, sondern verdankt die Begeisterung für ihn vor allem seinen turnerischen Leistungen. weiterlesen »
Steckbrief Lemming

Steckbrief Lemming

Der Lemming gehört zur Familie der Wühlmäuse (Microtinae) und hält keinen Winterschlaf. In freier Natur, z.B. in der Tundra, ist der Lemming beim Nestbau nicht sehr wählerisch. Es genügen ihm alte Baumstümpfe, Steinhaufen und dichtes Unterholz. weiterlesen »
Steckbrief Teddy-Hamster

Steckbrief Teddy-Hamster

Teddy-Hamster fallen durch ihr langes Fell auf. Sie sind eine Zuchtform des syrischen Goldhamsters und wie dieser, nachtaktive Einzelgänger. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.