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Steckbrief Zwergkaninchen

Wenn es darum geht, die Entscheidung zwischen Widder-, Löwenkopf- und Farbenzwergkaninchen zu treffen, fällt die Wahl schwer. Alle Hauskaninchen sind Nachkommen des europäischen Wildkaninchens. Richtig zahm wurden sie erst, als der Mensch begann, sie in Ställen zu halten. So verschwand allmählich auch die schützende Wildfarbe des Fells, und die Zuchttiere für die Rassen der Zukunft entstanden. Farbenzwerge nennt man alle Zwergkaninchen im Unterschied zu dem reinweißen Hermelin mit roten oder blauen Augen. In Deutschland begann der Siegeszug der farbigen Zwergkaninchen erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Seitdem sind die liebenswerten, gutmütigen Tiere jedoch nicht mehr als Heimtiere wegzudenken.

Kaninchen sind Gesellschaftstiere
Kaninchen lieben Gesellschaft, da sie sehr gesellige und soziale Tiere sind. Deshalb hält man sie am besten zu zweit oder in einer Gruppe. Um Revierkämpfe und Fortpflanzungen zu vermeiden, sollten die männlichen Kaninchen kastriert sein. Am besten verstehen sich ein Weibchen und ein kastriertes Männchen. Wenn man mehr als zwei Zwergkaninchen ein zu Hause geben möchte, sollte eine gleichgeschlechtliche Gruppe vermeiden, da es sonst zu möglichen Revierkämpfe und andere Streitigkeiten kommen kann. Es wird empfohlen bei zwei bis vier weibliche Zwergkaninchen mit ein bis zwei männlichen Zwergkaninchen zu vergesellschaften.

Artgerechte Haltung
Die Zwergkaninchen sind unproblematisch in der Haltung, dennoch heben auch sie gewisse Ansprüche, die erfüllt werden müssen. So sollte das Heim für zwei Kaninchen mindestens 3 x 1,5 m haben. Wenn man den Kaninchen nur wenig Freilauf bieten kann, dann sollte das Nagerheim größer sein. Bei der Wahl des Standortes drinnen ist es wichtig, dass das Nagerheim nicht direkt an der Heizung oder an einem Fenster steht. Denn zu warme oder stark schwankende Temperaturen und Zugluft vertragen die Zwergkaninchen nicht. Die kleinen Kaninchen mögen es hell und luftig, die Wohlfühltemperatur liegt bei 10 bis 20 Grad. Wichtig ist auch, dass ein ruhiger und nicht von allen Seiten einsehbarer Standort für das Nagerheim gewählt wird, da die Zwergkaninchen leicht schreckhaft sind.
Zwergkaninchen können aufgrund ihres warmen Fells das ganze Jahr über draußen verbringen. Damit sich die Kaninchen an die Außentemperatur gewöhnen können, vor allem wenn sie von drinnen nach draußen ziehen, sollte der Umzug im Frühling oder Herbst erfolgen, in diesen Jahreszeiten entspricht die Außentemperatur in etwa der, der Zimmertemperatur. Frost und Schnee machen dem Kaninchenorganismus nicht viel aus, wenn dieser schrittweise an die Temperaturen gewöhnt wird. Wichtig ist, dass die Zwergkaninchen in ihrem Heim ein Häuschen haben, in dem sie vor Wind und Wetter geschützt sind und im Sommer einen genügend Schattenplätze haben und vor einer direkten Sonneneinstrahlung geschützt sind. Auch draußen sollte der Standort des Nagerheims an einer ruhigen Stelle sein.

1. Innenausstattung
Zwergkaninchen brauchen unbedingt ein eignes kleines Häuschen, in dem sie sich verstecken, schlafen und vor allen Witterungen schützen können. Außerdem brauchen die kleinen Kaninchen, egal ob drinnen oder draußen, Beschäftigungsmöglichkeiten. Dafür bieten sich Rampen, Höhlen und hohe Podeste bestens an. Es sollte auch in jedem Heim eine Heuraufe und Wassernäpfe oder -tränke vorhanden sein. Als Bodengrund eignet sich Kleintierstreu oder Heu.

2. Reinigung des Nagerheims
Damit sich die Zwergkaninchen in ihrem Heim wohl fühlen und gesund bleiben ist die Hygiene ein sehr wichtiger Punkt. Deshalb sollte das Nagerheim einmal in der Woche komplett gereinigt werden, am besten die Einstreu komplett austauschen und alle Böden mit heißem Wasser reinigen. Kot- und Urinecken, Futter- und Trinkbehälter müssen täglich gereinigt werden.

Artgerechte Ernährung
Damit die Zwergkaninchen ein langes und gesundes Leben führen können ist die Ernährung sehr wichtig. Sie sind Vegetarier und ernähren sich deshalb in erster Linie von Heu und Grünfutter (z.B. Gras, Wiesenkräuter, Salat). Auf dem Speiseplan sollte aber auch Gemüse (z.B. Spinat, Zucchini, Karotten, etc.) und Obst (Beeren, Äpfel, Birnen, etc.) stehen. Verwelkte Reste von Grünfutter, Gemüse und Obst müssen täglich aus dem Nagerheim entfernt werden und das Heu in der Heuraufe sollte auch jeden Tag erneuert werden.
Bei Futtermischungen, Snacks und Pellets sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Futtersorten wenig Getreide, Zucker und Kalzium enthalten. Naturäste und Nagesteine sollten auch nicht fehlen, denn sie beschäftigen die Zwergkaninchen nicht nur, sondern durch das Abnagen wird die Zahngesundheit unterstützt.

Entscheidung zum Kauf von Zwergkaninchen
Für Kinder ab dem Grundschulalter ist das Zwergkaninchen ein geeignetes Heimtier, das die Verantwortung fördert. Bei guter Haltung erreicht ein Zwergkaninchen ein Durchschnittsalter von sieben bis zehn Jahren und ist während dieser Zeit ein anhänglicher, verschmuster Geselle. Bevor aber Zwergkaninchen bei Dir und Deiner Familie daheim einziehen ist es wichtig, dass alle sich der Verantwortung gegenüber den neuen Familienmitgliedern bewusst sind. Denn auch kleine Tiere sind mit einer gewissen Arbeit verbunden (Reinigung des Nagerheims, tägliche Fütterung, Tierarztbesuche, etc.). Deswegen informiere Dich bitte vor dem Kauf, was alles auf Dich zukommen kann. Wenn Dir das alles bewusst ist, dann kannst Du und Deine Familie viel Freude mit den neuen Familienmitgliedern haben.

Ordnung:
Nagetiere
Familie:
Wühler
Ursprungsland:
Steppen in Kasachstan und Sibirien
Größe:
Rasseabhängig ca. 7 - 10 cm Länge
Alter:
1,5 - 2,5 Jahre
Futter:
Körner- und Sämereimischung, Heu, Mehlwürmer, Obst, Gemüse, Hamsterfutter, Lottis Freunde
Besonderheiten:
Über den Kopf hinweg verläuft ein dunkler Aalstrich über den gesamten Körper. Am Bauch verfügen sie über Duftdrüsen. Damit markieren sie ihr Revier. Sie dienen den Nagern auch dazu Artgenossen und den Halter zu erkennen
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