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Steckbrief Nymphensittich

 

Herkunft

Die Heimat der Vögel ist Australien. Außer in den klimatisch feuchteren Gebieten in Küstennähe, findet man sie fast überall auf dem riesigen Kontinent. 1845 wurden sie erstmals nach Europa eingeführt und seitdem zahlreich gezüchtet. Im übrigen werden seit dem Jahr 1960 keine Tiere mehr aus Australien ausgeführt. Alle bei uns erhältlichen Tiere stammen aus Nachzuchten. So kann jeder mit gutem Gewissen Nymphensittiche pflegen, ohne gegen die Bestimmungen des Tierschutzes zu verstoßen.

Aussehen

Die wildfarbenen Exemplare haben ein graues Federkleid, und der Kopf ist gelb mit orangenen Wangenflecken. Bei ausgewachsenen Tieren ist die Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen einfach. Die Männchen haben einen leuchtend gelben Kopf mit tieforangenen Wangenflecken, während die Weibchen aussehen wie "Männchen im Nebel". Ihr Kopf und ihre Haube sind grau und nur ein wenig mit gelb durchsetzt. Auch bei den Flecken findet sich viel Grau. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Färbung der Schwanzunterseite: Bei Weibchen und Jungvögeln ist sie grau mit gelben Querbändern, beim Männchen schwarz.

Lebensweise

Nymphensittiche gehören zu den Papageienarten, und die Haube auf dem Kopf erinnert stark an einen Kakadu. Oft müssen sie hart zur Bewältigung ihres Lebens kämpfen, da es zu langen Trockenperioden kommt, in denen Wasserknappheit herrscht. Aus diesem Grund sind die Tiere Meister im Fliegen. Sie ziehen so weit, bis sie Wasser und Futter finden. Finden sie günstige Gegebenheiten vor, so bleiben sie an dem Ort und brüten oft sogar zweimal hintereinander. Nymphensittiche sind Höhlenbrüter und stellen keine besonders hohen Ansprüche an ihren Brutplatz. Meist findet man das Nest in Astlöchern und Stammhöhlen.

Artgerechte Haltung

Von allen gefiederten Heimtieren ist der Nymphensittich im Vergleich zu Wellensittich oder Kanarienvogel relativ unbekannt. Eigentlich zu Unrecht, denn der muntere Pfeifer erfreut seine Besitzer mit überaus großer Zutraulich- und Freundlichkeit. Er ist anhänglich, verschmust und gewinnt schnell Bezug zum Menschen. Seine friedfertige Art zeigt sich auch gegenüber Artgenossen, mit denen es nur äußerst selten zu kleinen Reibereien kommt.
Als Heimtier sind Nymphensittiche unkomplizierte Gesellen, die auch ideal für Einsteiger in der Vogelhaltung sind. Sie haben ein starkes soziales Kontaktbedürfnis, und deshalb ist es sinnvoll, mindestens zwei der friedlichen Tiere zu halten. Das liebevolle Kontaktverhalten ist ein sehr interessantes Schauspiel zum Beobachten. Nymphensittiche sind sehr lernfähig. Sie pfeifen schnell und genau kurze Melodien nach. Zum Üben bieten sich die Zeit um die Abenddämmerung an, wenn keine anderen Störquellen ablenken. Da der Vogel auch eine enge Bindung an den Menschen entwickelt, wird er sich mit Begeisterung auf das Beschäftigungsangebot einlassen.
Nymphensittiche sind tagaktive Tiere und leben daher im Einklang mit dem Tagesrhythmus der meisten Menschen. Ihre Hauptaktivität sind die Morgen- und Nachmittagstunden, bis die Dämmerung die Nachtruhe einleitet.
Der geeignete Platz für das möglichst große Vogelheim ist eine helle Zimmerecke. Am wohlsten fühlen sich Nymphensittiche, wenn sie knapp über Augenhöhe auf ihre Menschen herabblicken können. Dies vermittelt ihnen Sicherheit, und sie erschrecken nicht so leicht.
Zur Einrichtung des Heimes sind Sitzstangen verschiedener Dicke, Sepiaschalbruch, Sand als Einstreu und zur Verdauung, Futter- und Trinkspender sowie diverse Spielsachen wie Leitern, Seile usw., notwendig. Außerdem baden sie sehr gerne, weshalb ein Badehäuschen nicht fehlen sollte. Beim Kölle Zoo kann das komplette Heim ganz nach Nymphensittichgeschmack eingerichtet werden.
Neben dem Bedürfnis des artgerechten Heimes braucht der ausdauernde Flieger auch genügend Bewegungsmöglichkeiten außerhalb. Deshalb muss täglicher Freiflug gewährleistet sein. Für die Zucht sollte man warten, bis die Vögel mindestens ein Jahr alt sind, obwohl sie bereits mit neun Monaten geschlechtsreif sind. Selten führt jedoch ein zu früher Zuchtversuch zum Erfolg. Bei der Geburt haben die Jungen ein schütteres, gelbes Gefieder. Nach zehn Tagen beginnt das bleibende zu sprießen, und nach weiteren acht Tagen sehen sie aus wie Nymphensittiche. Mit fünf Wochen sind sie "fertig". Schon bei Brutbeginn ist es wichtig, ein Aufzuchtfutter zu reichen, das den erhöhten Energie- und Vitaminbedarf deckt.
Als Hauptfutter bietet der Kölle Zoo Komplettfuttermischungen für Großsittiche an, die exakt auf die Bedürfnisse der Vögel abgestimmt sind. Während der Mauser empfiehlt es sich, zusätzlich ein Vitaminpräparat zu reichen. Außerdem wird der Speiseplan sinnvoll mit Obst und Gemüse ergänzt. Als Leckerbissen ist Kolbenhirse sehr begehrt und kann auch dazu verwendet werden, die Tiere völlig handzahm zu machen, da kaum einer widerstehen kann.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung beträgt 15 bis 20 Jahre, die sich mit Sicherheit lohnen. So gut wie jeder Nyphensittichhalter wird seinen Lebensabschnitt mit den liebevollen Vögeln in guter Erinnerung behalten.

Art:
Papageien
Herkunft:
Australien
natürliche Lebensweise:
In Schwärmen, Höhlenbrüter, sehr gesellig
Besonderheiten:
Werden äußerst zahm, gehören zu den freundlichsten Vögeln
Futter:
Großsittichfutter "Premium", während der Mauser "Muta-vit" von Versele-Laga zusätzlich Obst und Gemüse
Buchtipp:
Nymphensittiche - Kurt Kolar, Ulmer Verlag, Stuttgart 1999
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